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Ausgabe 01 / April 2016

Sportverein wieder auf einem guten Weg

Dank großer Solidarität und durch die Unterstützung der SIGNAL IDUNA ist der Sportverein TSV Bützow nach dem Sturm wieder auf einem guten Weg

„Wir können uns jetzt wieder auf unsere Vereinsaufgaben konzentrieren“ - der Verein freut sich, dass viele Schäden auf dem Vereinsgelände behoben wurden.

Der TSV Bützow 1952 e.V. ist der größte Sportverein am Ort. Das Klubgelände liegt am Stadtrand, mit Fußballplätzen, Aschelaufbahn, Klub- und Gerätehaus, Pkw- und Fahrrad-Parkplatz. Untermieter im Klubhaus ist die Kindertagesstätte „Wasserflöhe“, die tagsüber zehn Kinder beherbergt und eine große Rasenfläche als Kinderspielplatz nutzt.

Am 5. Mai 2015 verwüstete ein Tornado das gesamte Vereinsgelände. Mit ungeheurer Wucht zog er, von der Innenstadt kommend, über die Sportplätze, das Klubhaus und hinterließ eine verheerende Vernichtungsspur und große Sturmschäden.

Fenster klapperten, Gegenstände aller Art flogen durch die Luft

„Es war unglaublich, wie schnell der Wirbelsturm heranfegte“, erinnert sich ein Jahr danach Kristin Dahlmann, die 1. Vorsitzende des Vereins. Und Sören Frahm, Vereinssportlehrer und „Mädchen für alles“, pflichtet ihr bei: „Noch eine halbe Stunde zuvor schien die Sonne. Unsere 1. Herren-Fußballmannschaft trainierte auf Platz 1 und unser Vorstand tagte in der Vereinsgeschäftsstelle. Plötzlich und schnell näherte sich eine dunkle Gewitterfront mit Blitz, Donner, Starkregen und Sturm. Unsere Fußballer unterbrachen rasch ihr Training und hockten glücklicherweise schon in der Umkleidekabine, als ein ohrenbetäubender Lärm uns alle aufschreckte. Kaum, dass wir den Wirbelsturm kommen sahen, klapperten die Fenster, wirbelten Gegenstände aller Art durch die Luft, knallten Türen. Wir verließen fluchtartig die 1. Etage und bemerkten auf dem Weg nach unten, dass die schwere Haupteingangstür wie ein Fähnchen im Winde wehte und enorme Wassermassen in den Eingangsbereich drückten. Zu fünft und mit vereinten Kräften gelang es uns, die Tür halbwegs zu schließen und uns gegen die Tornado-Böen zu stemmen. Einige Minuten später war alles vorbei. Die schwarzen Wolken brachen auf, der Sturm flaute ab.“

Nach dem Tornado bot sich uns ein schreckliches Bild

Nach dem Tornado bot sich uns ein schreckliches Bild

Noch immer, ein Jahr danach, sind die beiden engagierten Vereinsfunktionäre tief beeindruckt und erschrocken, was damals passierte. „Als wir die Haupttür nach Minuten höchster Anspannung wieder öffneten, bot sich uns ein schreckliches Bild: Teile unseres Daches, auch vom Gerätehaus, waren einfach verschwunden. Fünf unserer acht Fußballtore waren umgeknickt wie Streichhölzer, samt Netzen wild auf den Plätzen verteilt. Werbebanner, Fahnen, Zaun- und Heckenteile lagen zerstört und weit verstreut am Boden - unsere angrenzenden Birken, geknickt oder
entwurzelt, ebenso.

Bis auf eines waren alle Autos auf dem Parkplatz schwer beschädigt. Die Spielgeräte der Kindertagesstätte fanden sich teilweise 200 Meter entfernt wieder“, beschreibt Kristin Dahlmann, die engagierte Vereinsvorsitzende und Lehrerin an der Realschule Bützow, die damalige Lage beim TSV Bützow.

„Da war es für uns sehr hilfreich, dass Tommy Ahrens schon am Folgetag frühmorgens bei uns war, um alle Schäden aufzunehmen“, sagt Sören Frahm. Gemeinsam mit einem Bau-Sachverständigen, begutachtete er die Situation nach dem Sturm vor Ort.

Tommy Ahrens genießt das Vertrauen der Vereinsspitze

Der Versicherungsexperte ist von Kindesbeinen an selbst Mitglied des TSV Bützow und seit einigen Jahren Fußballtrainer von Jugend-Mannschaften. Sein vierjährigen Sohn Tilmann und Ehefrau Barbara begleiten ihn, wann immer es geht. Er kennt sich im Ort und auf der Sportanlage bestens aus und genießt das Vertrauen der Vereinsspitze. „Sehr schnell und gemeinsam mit fachkundigen Spezialisten der SIGNAL IDUNA haben wir nach der Bestandsaufnahme dem Verein helfen können. Im Herbst sind die meisten der notwendigen Renovierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen worden, darunter auch ausstehende Restarbeiten an den Dächern.“

Die Vereinsoberen und Tommy Ahrens zeigen sich immer noch tief bewegt, wie viele andere Mitstreiter den Verein nach der Katastrophe unterstützten. Mitglieder, aber auch viele Sportler aus benachbarten Städten packten in den Tagen nach dem Wirbelsturm mit an, räumten auf und halfen bei Reparaturen. „Schon zwei Wochen nach dem Desaster konnten wir - wenn auch zunächst provisorisch - den Trainingsbetrieb aufnehmen, einige Wochen später auch wieder Meisterschaftsspiele austragen“, beschreibt Kristin Dahlmann den großen Zusammenhalt in der Region.

Benefiz-Spiel gegen Hansa Rostock und Tombola spülten Spendengelder in die Vereinskasse

Am 1. Juli war sogar die Profi-Fußballmannschaft von Hansa Rostock zu Gast. 2.000 Besucher säumten die Ränge bei dem Benefiz-Spiel. Zwar verlor die 1. Herrenmannschaft 0:4, aber der Verein gewann und nahm 7.000 Euro ein. Zusätzliche 1.300 Euro kamen bei einer Tombola am Rande der Solidaritäts-Feier zusammen. Tommy Ahrens und Vertreter des SIGNAL IDUNA Kooperationspartners IKK Classic Nord hatten die Aktion auf die Beine gestellt.

200.000 Euro Schadenssumme - hohe Reparaturkosten für einen kleinen Verein

Insgesamt beläuft sich die Schadenssumme auf mehr als 200.000 Euro. „Das hätten wir nie alleine stemmen können“, sagt Sören Frahm. „Aber dank der exzellenten Betreuung und finanziellen Absicherung durch die SIGNAL IDUNA sind wir wieder ein gut funktionierender Verein, der seiner wichtigen gesellschaftlichen Funktion in der Region nachkommen kann.“ So beschreibt auch Kristin Dahlmann die reibungslose Zusammenarbeit. „Wir sind mit einem großen Schrecken davongekommen und können uns jetzt wieder auf unsere Aufgaben konzentrieren.“