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Zahlt die Haftpflichtversicherung für Mietsachschäden in der Wohnung?

Als Mieter haften Sie für Schäden am Inventar Ihrer Wohnung. Wie Sie sich schützen können, wenn Böden, Türen und Fensterrahmen Schaden nehmen.

Lars Schliewe 07.07.2020 4 Min Lesezeit
Eingerichtete Mietwohnung mit Spielsachen und Arbeitsplatz auf dem Holzfußboden

Kurzer Überblick

  • Wenn Sie zur Miete wohnen, sollte Ihre Haftpflichtversicherung Mietsachschäden abdecken. Das sind Schäden am gemieteten Eigentum des Vermieters.
  • Durch den Mietsachen-Schutz sind Böden, Fenster und Türen, Sanitäranlagen und Einbauschränke gegen Beschädigung und Zerstörung versichert.
  • Das oben genannte Inventar ist in der Regel nicht durch den Mietsachen-Schutz versichert, wenn es sich um normale Abnutzung, Schimmel und Glasbruch handelt.
  • Weitere Leistungen, die eine Haftpflichtversicherung für Mieter einschließen sollte, sind Schäden, die sich unbemerkt über einen längeren Zeitraum entwickeln (Allmählichkeitsschäden) und Schlüsselverlust.

Gekauft, geliehen oder gemietet: Wem etwas gehört, entscheidet im Schadensfall darüber, welche Versicherung zahlt. Was zählt zum eigenen Hausrat und was ist eine Mietsache?

Zahlt die Haftpflichtversicherung bei Schäden in der Mietwohnung?

Mit dem Begriff »Mietsachen« wird das fest verbaute Inventar in Ihrer Mietwohnung bezeichnet. Also alles, was zur Wohnung gehört und für die Mietzeit von Ihnen »mitgemietet« wird. Zum Beispiel Bodenbeläge wie Parkett, Fliesen und Teppiche, Tapeten, Sanitäranlagen wie Waschbecken und Duschkabinen, Einbauschränke und -regale, sowie Türen und Fensterrahmen: All das sind Mietsachen.

In der privaten Haftpflichtversicherung der SIGNAL IDUNA sind Mietsachschäden in allen Tarifen bis zu einer Deckungssumme von 75 Millionen Euro mitversichert. Die Absicherung gilt sogar in Ferienwohnungen und Hotelzimmern, im In- und Ausland.

Eine private Haftpflicht für Mietwohnungen ist keine Pflicht. Steht eine entsprechende Klausel im Mietvertrag, ist diese unwirksam. Dennoch sehen es viele Vermieter gern, wenn ihr Mieter privat haftpflichtversichert ist: Es schützt sie im Schadensfall. Denn verursacht ein Mieter ohne Haftpflichtversicherung einen teuren Schaden, den er nicht bezahlen kann, bleibt der Vermieter gegebenenfalls auf den Kosten sitzen.

Kleines Kind malt mit Buntstiften auf der Wand

Welche Mietsachschäden sind in der Haftpflicht versichert? Und welche nicht?

Die meisten Schäden, die in einer Mietwohnung entstehen, können problemlos versichert werden. Die Frage ist nur, welche Versicherung zahlt für welchen Schaden? Ist der Schaden ein Fall für die Hausratversicherung, die Haftpflicht- oder doch die Wohngebäudeversicherung?

Typische Mietsachschaden sind Schäden an Böden, Sanitäranlagen, Türen und Fenstern. Beim Einzug tragen die Möbelpacker beispielsweise das Sofa durch die Tür und zerkratzen dabei den antiken Türrahmen. Oder Ihnen fällt beim Blumengießen die metallene Gießkanne aus der Hand und Fliesen zerbrechen. Ihr Partner verschüttet Rotwein auf das Parkett oder Ihre Kinder sind übermütig beim Malen und verzieren die Tapete im Wohnzimmer mit Farbspritzern. All dies sind typische Mietsachschäden, die eine Haftpflichtversicherung mit Mietsachschäden-Schutz bezahlt.

Auch bei verheerenden Schadensfällen wie einem Brand greift der Mietsachen-Schutz. Die Schäden, die bei einem Wohnungsbrand entstehen, können enorme Kosten verursachen. Die Deckungssumme Ihrer Haftpflichtversicherung sollte daher hoch genug sein. Im Tarif Premium der SIGNAL IDUNA sind Sie gegen Mietsachschäden mit der vollen Deckungssumme von 75 Millionen Euro optimal versichert.

Im Falle eines Schadens, der nicht von einem Mieter verschuldet wurde, wie beispielsweise ein Rohrbruch, werden die Schäden am Gebäude von der Wohngebäudeversicherung des Vermieters erstattet und Ihre Hausratversicherung kommt für die Schäden an Ihrem beweglichen Inventar auf.

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Die Haftpflichtversicherung der SIGNAL IDUNA ist inklusive Mietschaden-Schutz - von 300.000 Euro im Tarif Pur bis hin zur vollen Deckungssumme von 75 Millionen Euro im Premium Tarif.

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Ein weiterer Sonderfall sind Mietsachschäden, die unbemerkt über einen längeren Zeitraum entstehen, bevor sie entdeckt werden. Ein Beispiel: Ihre Balkonpflanzen stehen den Winter über im Wohnzimmer. Unbemerkt tropfen kleine Mengen Gießwasser aus den Blumenkübeln auf das Parkett. Im Frühling, wenn Sie die Blumentöpfe hochheben, sehen Sie, dass das Holz darunter aufgequollen ist. Das ist ein sogenannter Allmählichkeitsschaden. Manche Versicherer, zum Beispiel die SIGNAL IDUNA, versichern auch diese Schäden mit.

Folgende Schäden gelten nicht als Mietsachschäden:

  1. Mieten Sie eine möblierte Wohnung, haften Sie für Schäden an den Möbeln. In diesen Fällen greift eine Hausratversicherung, die gemietete und geliehene Sachen mitversichert.
  2. Glasbruch ist ebenfalls eine Ausnahme. Glasscheiben und Cerankochfelder können nur mit einer speziellen Haushaltsglasversicherung geschützt werden.
  3. Schäden an Warmwasser- und Heizungsanlagen sind ebenfalls nicht durch Ihre private Haftpflichtversicherung abgedeckt.

Mietsachschaden: Zahlt die Haftpflichtversicherung?

Deckt Ihre Haftpflichtversicherung Mietsachschäden ab, erstattet sie Schäden, die versehentlich an fest verbautem Inventar Ihrer Mietwohnung entstehen. Sie greift aber nicht in jedem Fall.

Mietsachschäden, die durch die Haftpflicht abgedeckt sind

  • Schäden an Bodenbelägen wie Parkett, Dielen, Teppichen, Fliesen und Laminat.
  • Schäden an Fensterrahmen und Türen.
  • Schäden an Einbauschränken und -regalen.
  • Schäden an sanitären Einrichtungen wie Duschkabinen und Waschbecken.

Mietsachschäden, die durch die Haftpflicht nicht abgedeckt sind

  • Schimmel ist in den allermeisten Haftpflichttarifen ausgeschlossen.
  • Wasserschäden werden von Wohngebäude- und/oder Hausratversicherung erstattet, nicht von Ihrer Haftpflichtversicherung. Ist Ihr Nachbar für den Wasserschaden verantwortlich, musst er selbst oder seine Haftpflicht für den Schaden an Ihrem Inventar aufkommen.
  • Glasschäden: Glasbruch können Sie mit einem zusätzlichen Baustein in Ihrer Haftpflicht mitversichern.

Gibt es Haftpflichtversicherungen auch für Vermieter?

Es gibt Haftpflichtversicherungen, die für solche Schäden aufkommt, für die Sie als Vermieter haften müssen. Vermieten Sie eine Wohnung oder ein Haus, bietet Ihnen zum Beispiel der Premium Haftpflichttarif der SIGNAL IDUNA besondere Leistungen: Verletzt sich Ihr Mieter etwa, weil bei Schnee und Glätte die Wege auf dem Grundstück nicht ausreichend geräumt waren, springt die Haftpflicht ein und erstattet den Schaden. Egal, ob die Wohnung sich im In- oder Ausland befindet. Und zwar bis zur vollen Deckungssumme von 75 Millionen Euro.

Ein Fußball liegt neben einer zerbrochenen Fensterscheibe

Greift die Haftpflichtversicherung bei einem Glasschaden in meiner Mietwohnung?

In Ihrem Wintergarten sollen Sie nicht mit Steinen werfen. Denn Glasbruch ist nicht durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Fensterscheiben, verglaste Türen und Cerankochfelder müssen Sie mit einer zusätzlichen Haushaltsglasversicherung schützen.

Bei der SIGNAL IDUNA können Sie entweder den Baustein »Glasschäden« zur Hausratversicherung dazu wählen oder sie schließen eine eigene Glasversicherung ab. Damit lassen sich nicht nur Ihr Wintergarten, sondern auch Ihre wertvollen Cerankochfelder, Spiegel und Duschkabinen, Ihre Aquarien und all Ihre edlen Kristallgläser versichern.

Was soll ich tun, wenn ich einen Haftpflicht-Schaden in meiner Mietwohnung habe?

Wenn Sie bei einem Haftpflicht-Schaden in Ihrer Mietwohnung besonnen handeln, wird Ihre Versicherung den Schaden schnell und unkompliziert regulieren.

  • Informieren Sie den Vermieter, auch wenn der Schaden klein ist.
  • Melden Sie den Schaden Ihrer Versicherung.
  • Dokumentieren Sie den Schaden. Notieren Sie, was beschädigt wurde und machen Sie Fotos, auf dem der Schaden deutlich aus allen Winkeln zu sehen ist.
  • Füllen Sie die Schadenmeldung aus, die Ihnen von der Versicherung zur Verfügung gestellt wird und reichen Sie sie zusammen mit Ihren Fotos bei der Versicherung ein.
  • Bei einem größeren Schaden kann es sein, dass die Versicherung einen Gutachter schickt, der den Schaden besichtigt. Reparieren Sie nichts und beseitigen Sie die Schäden nicht, bis dieser Prozess abgeschlossen ist.

Fazit: Der Mietschaden-Schutz ist ein Muss für Mieter

Wenn Sie zu den fast 60 Prozent der Deutschen gehören, die zur Miete wohnen, dann sollten Sie darauf achten, dass Ihre Haftpflichtversicherung Mietsachschäden abdeckt. Werfen Sie einen Blick in Ihren Vertrag und stellen Sie sicher, dass die Deckungssumme hoch genug ist und dass auch Allmählichkeitsschäden mitversichert sind. Für Sie als Mieter ist außerdem wichtig, dass der Haftpflichtschutz die Kosten bei Schlüsselverlust übernimmt.

Die SIGNAL IDUNA versichert Mietsachschäden in allen Tarifen ihres Haftpflichtschutzes. Von 300.000 Euro im Tarif Pur bis hin zur vollen Deckungssumme von 75 Millionen Euro im Premium Tarif.

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