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Rund ums Motorrad

Die Saison hat längst begonnen

Wenn es nur ein wenig wärmer wird und kein Regen angesagt ist, spürt der Biker Frühlingsgefühle. Ein merkwürdiges Kribbeln lenkt alle Gedanken auf das noch eingemottete Motorrad. „Echte Biker“ würden es am liebsten im Wohnzimmer parken, damit sie es - wenn draußen Schnee und Eis herrschen - den Winter über wenigstens polieren können.

Jetzt geht es zunächst darum, die Maschine technisch wieder auf Vordermann zu bringen.

Batterie einbauen, Motoröl prüfen, Motoröl nachfüllen oder besser ein Ölwechsel, Reifen auf Zustand und Luftdruck kontrollieren.

Die Batterie war hoffentlich ausgebaut und an ein Dauerladegerät angeschlossen, weil anderenfalls nach langer Tiefentleerung in eingebautem Zustand nichts mehr von ihr erwartet werden kann.

Beim Einbau der Batterie Klemmen und Pole von Schmutz und Fett reinigen. Zuerst den Minuspol anschließen. Falls die Batterie nachgeladen werden muss, auf keinen Fall bei eingeschalteter Zündung, denn dann könnten elektronische Bauteile beschädigt werden.

Nach dem Ladevorgang den Säurestand prüfen und ggf. destilliertes Wasser nachfüllen.

Die Bereifung ist bei vielen Motorrädern - besser gesagt Motorradfahrern - ein Schwachpunkt. Mängel an der Bereifung sind ca. die Hälfte aller Unfallursachen von Motorradfahrern. Wie ist es nur möglich, dass dabei wiederum ausgerechnet falscher Reifendruck und abgefahrene Reifen die Ursache sind? „Sportliche“ Motorradfahrer haben selbstverständlich einen weitaus höheren Reifenverschleiß, als die Genießer, die entspannt bei Sonnenschein durch die Landschaft fahren, den Fahrtwind im Gesicht und voller Freude an der Natur um sie herum. Diese Biker sollten eher darauf achten, dass man Motorradbereifung nicht erst wechseln sollte, wenn das Profil endlich abgefahren ist, sondern dass die Lebensdauer eines Motorradreifens unter optimalen Bedingungen maximal fünf bis sechs Jahre beträgt. Dass die Reifen empfindlich auf mechanische Beeinträchtigungen - scharfe Bordsteinkanten, Vollbremsungen etc. - reagieren, ist klar, weniger dagegen, dass auch starkes Sonnenlicht schädlich sein kann. Alte Reifen sind hart und spröde, sodass die Rutschgefahr bei Kurvenfahrten beträchtlich sein kann. Die DOT-Nummer zeigt Produktionswoche und -jahr an: 2206 z. B. steht für 22. Woche 2006; dieser Reifen ist wohl bald zu alt.

Wenn die Maschine startklar gemacht ist, ist der Motorradfahrer selbst dran. Hat es mit dem Helm einen Sturz gegeben, bzw. wie alt ist der Helm? Auch wenn der Helm keinen Vorschaden durch einen Sturz erlitten hat, kann seine Schutzfunktion schon erheblich beeinträchtigt sein, wenn er nur aus der Hand auf einen Betonfußboden gefallen ist. Motorradhelme altern genauso schnell wie Motorradreifen und sollten deswegen ebenfalls nach fünf Jahren ausgewechselt werden. Am Kinnriemen ist meist ein kleines Label mit der Kennziffer der Prüfnorm angenäht. Sie muss mindestens mit einer 04 oder einer 05 beginnen, weil der Helm sonst sowieso zu alt ist. Wichtig ist auch der Zustand des Visiers! Mit einem zerkratzten Visier kann man bei Gegenlicht plötzlich blind sein.

An zweiter Stelle nach dem Helm kommen die Stiefel, denn bei Unfällen stehen die Fußverletzungen nach den Kopfverletzungen an zweiter Stelle: Bei fast allen Motorradunfällen erfolgen auch Verletzungen an den unteren Gliedmaßen. Man sollte sich deshalb nicht ohne die richtige Motorradfahrerkluft und entsprechende hohe Stiefel auf die Maschine setzen. Auf keinen Fall sollte man womöglich noch eine leicht bekleidete Sozia mitnehmen. Auch sie braucht unbedingt eine richtige Schutzkleidung. Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Zusammenhang die Verwendung schützender Motorradhandschuhe. Damit mag man sich im Hochsommer reichlich albern vorkommen, bis man im Falle eines Unfalles aufgrund der Handverletzungen spürt, wie nützlich sie doch sein können.

Machen Sie sich fit für die neue Saison mit einem Motorrad-Training. Für jeden Biker gibt es das passende Angebot. Sicherheitstrainings für Motorradfahrer helfen, Unfälle zu vermeiden - und im Ernstfall so zu reagieren, dass es beim Blechschaden bleibt.

Besonders wichtig: Der aktive Blick. Die Broschüre „Motorrad fahren - Gut und Sicher“ können Sie hier als pdf-Dokument herunterladen.

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